Mediation

Der Anwalt ist der Interessenvertreter seines Mandanten. Das ist gut und richtig.

Doch gibt es nicht auch Situationen, in denen besser wäre, einen Streit oder Konflikt mit anderen Mitteln, als mit Urteilen eines Gerichts zu lösen? Ich habe mir diese Frage oft gestellt. Vor Jahren bin ich auf das Harvard-Konzept* gestoßen. Dieses Konzept ist eine Methode für sachbezogenes Verhandeln und bildet die Grundlage des Mediationsverfahrens.

Sachbezogenes Verhandeln bedeutet im Kern, die Menschen und ihre Probleme getrennt voneinander zu behandeln. Nicht die jeweilige Position soll im Vordergrund stehen, sondern die Interessen und Bedürfnisse. Es gilt, objektive Beurteilungskriterien anzuwenden, um Entscheidungsmöglichkeiten zum beiderseitigen Vorteil zu entwickeln (Win-win-Strategie).

Im Jahr 2008 habe ich eine nebenberufliche Ausbildung zum Mediator absolviert und bin vom Bundesverband Mediation (BM) als Mediator lizensiert.Kanzlei Luther | Fachmediation

Das Mediationsverfahren ist ein Verfahren zur Konfliktlösung. Es ist kein Allheilmittel, aber doch eine wirksame Methode, um persönliche Kontakte und Geschäftsbeziehungen zu erhalten. Eine Mediation kann Geld, Zeit und Nerven sparen und ist in zeitlicher Sicht, gegenüber von Gerichtsverfahren, sofort verfügbar.

Ich biete Mediationen vornehmlich bei Konflikten an, die einen Bezug zu meinen juristischen Fachgebieten haben.

Das können zum Beispiel Streitigkeiten zwischen Baufirmen untereinander, zwischen Erwerbern von Wohneigentum und Bauträgern, zwischen Erwerbern von Einfamilienhäusern und Baufirmen oder Architekten, zwischen Grundstückseigentümern und Nachbarn, zwischen Mietern und Vermietern oder zwischen Mietern und Nachbarn sein.

Mediation kann auch bei Trennung und Scheidung eine gute und im Ergebnis preiswerte Alternative zum Rechtsstreit darstellen, insbesondere bei Vermögensauseinandersetzungen im Bereich des Zugewinnausgleichs und bei der Regelung des Umgangs mit der „Scheidungsimmobilie“.

Haben Sie Fragen zum Mediationsverfahren?
Ich beantworte sie Ihnen gern.

 

*Fisher, Ury, Patton: Das Harvard-Konzept, Campus Verlag, 1. Auflage 1984