Baurecht

Vor einigen Jahren kam ein befreundeter Bauunternehmer in mein Büro und klagte sein Leid über eine Firma mit dem Hauptsitz in südlichen Gefilden, die den Werklohn von über 100.000,00 € einfach nicht zahlte. Die Leistung des Bauunternehmers war vertragsgerecht und ohne Mängel. Ein Abnahmeschein lag vor. An der Fälligkeit des Werklohns gab es keinen ernsthaften Zweifel. Nur das Geld fehlte eben. Trotz zahlreicher Mahnungen.

Nachdem der Bauunternehmer eher beiläufig erwähnte, dass der Auftraggeber auch der Grundstückeigentümer des schönen Wohn- und Geschäftshauses in zentraler Lage ist, fragte ich ihn, ob er § 648 BGB kenne. Einen Tag später, nachdem alle Unterlagen geordnet auf meinem Schreibtisch lagen, habe ich auf „Juristendeutsch“ einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung auf Eintragung einer Vormerkung zur Sicherung des Anspruchs auf Einräumung einer Bauhandwerkersicherungshypothek gestellt, den das Amtsgericht auch postwendend positiv beschieden hat. Auch das fehlende Namensschild an der Wohnung des Geschäftsführers der besagten Firma hinderte die rechtlich notwendige Zustellung der einstweiligen Verfügung nicht, weil der gut instruierte Gerichtsvollzieher sehr aufmerksam seine Arbeit erledigte.

Über die einstweilige Verfügung und den Grundbuchauszug muss die Firma nicht schlecht gestaunt haben, da sie wohl gerade im Begriff war, das gesamte Objekt mit einer anderen Bank umzufinanzieren. Die Eintragung der Vormerkung stört da natürlich. Glück gehabt. Auch das braucht man ab und an.
Kanzlei LUther | Baurecht

Nun war mein Bauunternehmer wieder interessant. Die Versuche des Kollegen, den Werklohn von über 100.000,00 € wegen einer angeblich klemmenden Kellertür und dem damit angeblich verbundenen Schadensersatzanspruch des sogenannten Ankermieters, um 30.000,00 € bis 40.000,00 € zu reduzieren, waren kläglich und stießen auf wenig Gegenliebe. Schließlich wurde der Werklohn beim Landgericht Berlin eingeklagt. Mit Erfolg. Der Geldtransfer des Werklohns von über 100.000,00 € vom Konto der Firma auf das Konto meines Bauunternehmers war nun kein Problem mehr. Auch Dank § 648 BGB.

Baurecht ist eine Spezialisierung meiner Kanzlei. Ich beschäftige mich seit Jahren mit diesen Fragestellungen. Die theoretischen Kenntnisse des Fachanwalts für Bau- und Architektenrecht habe ich im Fachanwaltslehrgang des Jahres 2014 erworben. Regelmäßig besuche ich Fortbildungsveranstaltungen, um das juristische Wissen zu vertiefen.

Gern berate und vertrete ich Bauunternehmen und Handwerksbetriebe sowie Architekten und Bauingenieure. Ich unterstütze sie z.B. bei der Durchsetzung ihrer Werklohnansprüche nach BGB und VOB/B und bin auch bei der Abwehr unberechtigter Ansprüche von Subunternehmern behilflich. „Pfusch am Bau“ muss nicht sein. Und wenn er doch zu Tage tritt, muss für seine Beseitigung gesorgt werden. Zu meinen Mandanten zählen ebenfalls Erwerber von Wohneigentum und Einfamilienhäusern sowie Bauträger. Auch Grundstückseigentümer in nachbarrechtlichen Streitigkeiten vertrete ich.

In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Sachverständigen verschiedener Bereiche kann ich eine optimale Mandatsbetreuung gewährleisten.

Kernkompetenzen Baurecht

  • Bauvertrag (BGB, VOB/B)
  • Vertragsabwicklung
  • Vergütungsansprüche
  • Nachtragsmanagement
  • Schadensmanagement
  • Leistungsverweigerungsrechte
  • Sicherheiten am Bau
  • Baunachbarrecht
  • Bauträgerrecht
  • Architektenrecht

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Ich beantworte Sie Ihnen gern.